Theorie der Schule

1.1. Theorien

 

Definition

  • vom griechischen Wort “theoria” abgeleitet
  • “das Anschauen”
  • “die Gesamtschau”
  • “die Betrachtung der Wahrheit durch reines Denken ohne Rücksicht auf deren Nutzbarmachung”
1.1. Theorien

 

3 Merkmale zur Entstehung

1. Merkmal: klare Begriffe

2. Merkmal: Identifizierung zentraler Faktoren

3. Merkmal: Strukturierung des Sachzusammenhangs durch Inbezugnahme der Faktoren zueinander:

 

1.1. Theorien

 

Hypothese?Theorie

Erweist sich die Hypothese als zutreffend, in sich widerspruchslos und als derzeit einzig geeignete Erklärung für den beobachteten Tatbestand, erhält sie den Rang einer Theorie.

1.1. Theorien

 

Theorienpluralismus

Zu einem Wirklichkeitsbereich können unterschiedliche Theorien aufgestellt werden.

 

(z.B. wenn ein Phänomen mit verschiedenen Methoden bearbeitet wurde oder wenn eine Theorie sich auf weniger Aspekte konzentirert als eine andere.)

1.1. Theorien

 

Theoriendynamik

Theorien entwickeln sich weiter, wenn z.B. neue Erfahrungen aufgrund von Veränderungen im Wirklichkeitsbereich gemacht werden oder neue Sichtweisen entstehen.
1.1. Theorie

 

theoretisches Modell

Wenn ein Aussagensystem über einen Sachzusammenhang nicht den hohen Ansprüchen einer Theorie genügt, spricht man von einem theoretischen Modell.
1.1. Theorien

 

1. Grades

Vermutungstheorien, implizierte Theorien,

subjektive Theorien oder Alltagstheorien, die allerdings in der Praxis handlungsleitend sind.

Sie bestehen quasi aus den gemachten Erfahrungen des Einzelnen.

1.1. Theorien

 

2. Grades

Reflektiert und explizit gemachte persönliche Theorien,

Leitbilder oder ausgearbeitete Handlungsorientierungen,

die die Praxis rational strukturieren und daraus begründete Empfehlungen ableiten.

1.1. Theorien

 

3. Grades

Wissenschaftliche gesicherte Gesamtaussagen über einen Wirklichkeitsbereich, deren Bedeutung darin liegt, genaue Kenntnisse zu liefern und prinzipielle Aussagen zu machen, die als grundlegende “regulative Idee” das praktische Handeln legitimieren.

1.2. Schule

 

Unterscheidungen im wissenschaftl. Sprachgebrauch

  • Verbaldefinitorisch
  • realdefinitorisch
  • nominaldefinitorisch
  • makroperspektivisch
  • mesoperspektivisch
  • mikroperspektivisch
1.2. Schule

 

verbaldefinitorisch & realdefinitorisch

Verbaldefinitorisch:

griech.: schole = Muße, Freisein von Geschäften, um über den Ursprung und Sinn der Welt nachzudenken.

Realdefinitorisch:

Schule als Gebäude, als bestimmte einzelne Bildungsinstitution vor Ort, als Schulart oder Schulform, als Gesamtheit des Schulwesens,…

1.2. Schule

 

nominaldefinitorisch

Alles was sich Schule nennt, wobei zentral die allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen gemeint sind.
1.2. Schule

 

makroperspektivisch

eine organisierte gesellschaftliche Bildungsinstitution mit Verpflichtungscharakter und bestimmten Strukturen, Prozessen und Ergebnissen

(Außensicht)

1.2. Schule

 

mesoperspektivisch

eine durch übergeordnete pädagogische Reflexionen gestaltete Handlungseinheit

(Sicht der Einzelschule)

1.2. Schule

 

mikroperspektivisch

ein Ort, der durch die von der Schule Betroffenen und an ihr Beteiligten bestimmt wird

(Innensicht)

1.2. Schule

 

das heutige Verständnis von Schule

(nach Wiater)

“Die Schule ist ein historisch-gesellschaftlich eingerichteter Lernort für die heranwachsende Generation.”

 

Schule:

  • hat eine Entwicklungsgeschichte
  • ist eine Einrichtung der Gesellschaft
  • ist für die nachwachsende Generation da
  • ist Lebensraum und zugleich auch Arbeitsplatz
1.2. Schule

 

3 zentrale Bestimmungsstücke der Schule

 

  1. Die Schule ist ein Subsystem der Gesellschaft.
  2. Die Funktionen, Aufgaben und die Struktur der Schule sind historisch-gesellschaftlich bedingt.
  3. Die Schule ist ein Lern- und Lebensraum.
1.3. Schultheorie

 

Bedeutung im engeren Sinne des Wortes

Ein Versuch, die Gesamtwirklichkeit der Schule durch widerspruchsfreie Deskription, Analyse, Kritik und Prognose intersubjektiv verstehbar zu machen.

 

?eine gute Schultheorie will also nicht nur erklären, sondern auch mögliche Voraussagen des schulischen Geschehens und daraus folgernd die Empfehlung für eine bessere Organisation machen.

1.3. Schultheorien

 

sollten wie sein?

  • systemorientiert (Schule als pädagogisches Subsystem der Gesellschaft)
  • problem- und praxisorientiert (Schule als erlebte und gedeutete Realität)
  • entscheidungsorientiert (Schule als revisionsbedürftige Institution)
1.3. Schultheorie

 

Merkmale einer organisierten pädagogischen Institution

  1. Zielgerichtetheit und relative Beständigkeit
  2. Rollenstruktur und Arbeitsteilung
  3. Hierarchische Autoritätsstruktur und formelle Kommunikations- und Tätigkeitsstruktur mit Gefahr der Entpersönlichung und Anonymität
  4. Beitrag zur Funktionsfähigkeit der Gesellschaft auch Disfunktionalität (vgl. Mündigkeit)
1.3. Schultheorie

 

H. Meyers Bild von Schule

  1. Schule = Institution zur gemeinsamen und planmäßigen Erziehung und Unterrichtung der heranwachsenden Generation
  2. Pädagogische Gemeinschaft mit einem geordneten Rahmen, schützenden Regeln und bewusst gesetzten Freiräumen
1.3. Schultheorie

 

Schulwirklichkeit: TEAMSCHULE

(Reformmodell von H. Meyer)

T    teilautonome Schule, Staat nur finanziell involviert

E    entwicklungsorientierte Schule

A    alternativ: Gesamt- und Ganztagsschule,

      Lehrerteams, SS suchen sich Vertrauenslehrer

      aus, gemeinsamer Unterricht mit Lehrgängen

      nach Niveau der SS untergliedert, Auflösung

      der Fächer, hin zu Lernbereichen

M    Marktplatzschule

1.3. Schultheorie

 

Vorlesung zugrunde liegende Schultheorie

  • Deskriptives Theorieverständnis
  • Phänomenologisches Theorieverständnis (davon ausgehen wie Schule organisiert ist und die Grundstruktur der Schule herausarbeiten
  • Normativ (Wertaussage: zur Mündigkeit verhelfen)
  • Mehrebenenanalytischer Ansatz
1.3. Schultheorie

 

Mehrebenenanalytischer Ansatz:

Makroebene

  • Schule als Einrichtung der Gesellschaft
  • die Beziehung zwischen dem Subsystem Schule und seinen Systemumwelten
  • Rahmenbedingungen, Organisationsform sowie Funktionen und Aufgaben der Schule
1.3. Schultheorie

 

Mehrebenenanalytischer Ansatz:

Mesoebene

  • die Präsentation der einzelnen Schule nach innen und außen
  • sie macht das Programmatische einer Schule aus, an dem alle mitwirken
  • Das Besondere der jeweiligen Einzelschule zeigt sich in ihrer Schulkultur und ihrem Schulleben
1.3. Schultheorie

 

Mehrebenenanalytischer Ansatz:

Mikroebene

  • den Blick in die konkrete Einzelschule hinein
  • Schule wir hierbei als Wirklichkeit betrachtet, die von den Beteiligten durch direkte Interaktion geschaffen wird
  • diese Innensicht der Schule trägt höchst individuelle und heterogene Züge und widersetzt sich dadurch einer allgemeinen Darstellung
2.1 Die Organisationsform der Schule

 

Argumente zugunsten des gegliederte Schulsystems

  • Gemeinsame Allgemeinbildung mit unterschiedlicher Akzentuierung
  • Klare Schullaufbahnperspektiven
  • Lernen in realitv homogenen Gruppen
  • Lernorientierte Didaktik, Pädagogik und Lehrerausbildung
  • Vielfalt bei gleichzeitiger Durchlässigkeit
  • Erfolgreiche Leistungsbilanz und hohe Flexibilität = kognitive Leistungsergebnisse, die in der Schule erzielt werden sind in gegliederten Schulsystemen größer/erfolgreicher (Output)

2.1 Die Organisationsform der Schule

Argumente gegen des gegliederte Schulsystems

  • Zu früher Selektionsdruck
  • Soziale Ungleichgewichtigkeit im System
  • Mangelnde Sozialerziehung aufgrund der Segregation der SS = SS definieren sich über die Schulform, die sie besuchen
  • Kognitive Leistungsfähigkeit als vorrangig betrachtetes Schülermerkmal (Schulempfehlung)

2.1 Die Organisationsform der Schule

Argumente zugunsten der integrierten Gesamtschule

 

  • Mehr Chancengleichheit für alle
  • Kompensatorische Erziehung
  • Bessere soziale Integration der SS aller Bevölkerungsgruppen
  • Förderungen sozialen Lernens
  • Förderung emanzipatorischen Lernens zwecks Abbau ökonomisch bedingter Herrschaft
  • Berücksichtigung eines dynamischen Begabungsverständnisses
  • Einfachere Revidierbarkeit von Schullaufbahnentscheidungen
  • Gleichstellung aller Lehrergruppen
  • Besseres Lehrer-Schüler-Verhältnis
  • Mehr Schüler mit höheren Abschlüssen

2.1 Die Organisationsform der Schule

Argumente gegen die integrierte Gesamtschule

 

  • Bildungs- und gesellschaftspolitische Grundorientierung 
  • Uneinheitlich in den Inhalten der Bildungsgänge
  • Schwierigkeiten bei der sozialen Orientierung durch die Differenzierungsmaßnahmen und die Instabilität der Bezugsgruppen
  • Differenzierungsmaßnahmen reproduzieren das gegliederte Schulwesen
  • Deutlich geringere Fachleistung als bei gegliederten Schulen
  • Unterschiede im Bereich der Einstellungen, der Motivation, der Atmospähre und des L-S-Verhältnisses erklären sich aus der Einzelschule und nicht aus dem Schulsystem
  • Erziehung- und Disziplinprobleme in großen Gesamtschulen
  • Höherer finanzieller Aufwand als im gegliederten Schulsystem
2.1. Die Organisationsform der Schule

 

Argumente zugunsten der GTS

 

  • Mehr Differenzierung und Individualisierung
  • Mehr musische, sportliche, gemeinschaftliche Aktivitäten
  • Mehr Freizeit- und Medienerziehung
  • Mehr Förderunterricht
  • Stundenplangestaltung/Rhythmisierung
  • Ausgleich von Bildungsbenachteiligten
  • Entlastung für die Familien
  • Mehr Möglichkeiten des Lehrers zur Erziehung der Schüler

2.1. Die Organisationsform der Schule

Argumente gegen die GTS

  • Elternrecht (GG, Art.6, Abs.2)
  • Verschulung der freien Zeit der Schüler
  • Freizeiterziehung in Konkurrenz mit Vereinen
  • Lehrer müseen berufsfremde Aufgaben übernehmen
  • ca. 30% höhere Kosten
  • Veränderungen der Rolle der Schule in der Gesellschaft
  • Gefahr: soziale Ghettoschule

2.1. Die Organisationsform der Schule

Definition: Ersatzschulen
Private Schulen, die in ihren Bildungs- und Erziehungszielen den Zielen der staatlichen Schulen entsprechen

(z.B. Montessorischulen)

2.1. Die Organisationsform der Schule

Definition: Ergänzungsschulen
Private Schulen, die keine Ersatzschulen sind, Genehmigung duch Schulaufsicht erforderlich, verlangte Voraussetzungen decken sich mit denen der Ersatzschulen

2.1. Die Organisationsform der Schule

Jahrgangsschulen: päd.-did. Konzeption
  • Altersmischung des Kindergartens wird fortgesetzt
  • Soziale Erfahrungen und Kompetenzen fördern, Rollen übernehmen
  • Didaktische und pädagogische Nutzung der Heterogenität der Schüler
  • Selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen fördern
  • Individuelles Lernen ermöglichen und diagnostizieren
  • Verweildauer in Grund-/Mittelschule kann variiert werden
  • Lehrer zu Lernbegleitern werden lassen
  • Anregende Lernumgebung gestalten
  • Methodenvielfalt
  • Wochen-/Tagesorganisationplan
  • Regeln und Rituale einführen
2.3. Funktionen der Schule

 

Begriff Funktion in Bezug auf Schule

 

  • Beziehung zw. Staat und Schule: Funktion
  • Funktionen sind Erwartungen des Staates/der Gesellschaft an die Schule
  • Leistungen der Schule für die Gesellschaft
  • Aus jeder Funktion ergibt sich eine spez. Aufgabe z.B. Funktion: Enkulturation–> interkult. Lernen
  • H. Meyer: Leistungen zu Gunsten des Einzelnen

2.3. Funktionen der Schule

H.Meyer: 3 Grundfunktionen der Schule
  1. Reproduktionsfunktion
  2. Humanfunktion
  3. Bildungsfunktion

2.3. Funktionen der Schule

Reproduktionsfunktion
  • Reproduktion und Weiterentwicklung der Gesellschaft
  • Jede Gesellschaft bringt sich selbst durch die Schule neu hervor
  • Geschieht durch schulische Sozialisation des Einzelnen in den Dimensionen:
Qualifizierung                                  Selektion                                    Integration

2.3. Funktionen der Schule

Humanfunktion
  • Schulen dienen dem Aufwachsen der Schüler in Menschlichkeit (Vermittlung von Menschlichkeit)
  • Schule soll dafür ein schützender Rahmen sein
  • Dies geschieht durch: 
  • Gegenwirken-Behüten-Pflegen-Beschäftigen-ästhetisches Gestalten

2.3. Funktionen der Schule

Bildungsfunktion
  • Schulen dienen der Freisetzung des Menschen zu sich selbst (sich selbst bilden)
  • Bildung ist immer im Letzten Selbstbildung
  • Dies geschieht durch:
Auflösung-Ermutigung zur Kritik-Weckung von Selbstvertrauen-Befähigung zum Solidarischen
 
=selbstverschuldete Unmündigkeit ablegen

2.3. Funktionen der Schule

Qualifikationsfunktion
  • Die Funktion der Schule, Kindern und Jugendlichen die Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Einstellungen zu vermitteln, die sie für weitere Lernprozesse, für den späteren Eintritt in den Arbeitsprozess und für die allgemeine Lebensbewältigung benötigen (=Anschlussfähigkeit)
  • Schule reagiert durch breiteres Fächerangebot und Kompetenzsteigerung in diesen Fächern.

2.3. Funktionen der Schule

Personalisationsfunktion
  • höchstmögliche Entfaltung der persönlichen Anlagen und Befähigung
  • Schule soll zur Entfaltung der individuellen Persönlichkeit beitragen

2.3. Funktionen der Schule

Sozialisationsfunktion (gesellschaftlich)
  • soziokulturelle Ordungen und Maßstäbe (Normen) der Gesellschaft vermitteln, damit das von der Sozietät gewünschte oder erlaubte Verhalten möglichst gewährleistet ist.
  • Sozialisationsinstanzen: primäre (Elternhaus), sekundäre (Schule) und tertiäre (Berufe, Vereine und Gesellschaft)

2.3. Funktionen der Schule

Enkulturationsfunktion
  • vorfindliche kulturelle Traditionen aneignen und weiterentwickeln lassen
  • Besonders relevant in multikultureller Gesellschaft

2.3. Funktionen der Schule

Selektionsfunktion
  • Schüler nach der Bewertung ihrer schulischen Leistung auszulesen und für die Platzierung in der Gesellschaft vorzubereiten
  • Vorauswahl orientiert sich an Qualifikationen die man braucht um bestimmte gesellschaftliche Positionen einzunehmen.
  • Gesellschaftliches Leistungsprinzip
  • Genaue, objektive Maßstäbe zur Leistungsfeststellung
  • Dennoch: Chancengleichheit nicht vorhanden (Elternhaus, Gene etc.)
  • Durchlässigkeit des Systems müsste vergrößert werden
  • Vorrecht der Geburt existiert immer noch
2.4. Aufgaben der Schule

 

 

  • Anleiten und Unterrichten
  • Integrieren
  • Interkulturelles Lernen ermöglichen
  • Fördern und Betreuen
  • Beraten

2.4. Aufgaben der Schule

Anleiten und Unterrichten
  • “dialektische Interaktion”, bildendes Lernen (dient Aufbau kognitiver Strukturen)
  • erziehender Unterricht—> Herbart
  • 3 Möglichkeiten: 

1) didaktische Entscheidungen (Ziele, Inhalte, Methoden, Medien)

2) Erzieherisches Wirken/Verhaltensmanagement (Ordnungen bzgl. Störungen, Klima)

3) Lehrerverhalten (Lehrer ist immer Modell)

2.4. Aufgaben der Schule

Integrieren
  • als gesellschaftliche Aufgabe, als pädagogische Aufgabe
  • Recht auf Teilhabe und Zugehörigkeit, und persönliche Entwicklung in der Gesellschaft

 

  1. Inklusion
  2. Inklusion durch Kooperation
  3. Bedarsgerechte Inklusion

2.4. Aufgaben der Schule

Interkulturelles Lernen ermöglichen
  • Unterschiede der SS sollen didaktisch und pädagogisch genutzt werden
  • wir haben alle ein kulturell geprägtes Selbstverständnis mit verschiedenen Teilkulturen
  • Schüler die Erfahrungen selbst machen lassen und sich dabei weiter entwickeln –> cultural awareness
  • Kultureller Dialog muss in der Schule systematisch betrieben werden

2.4. Aufgaben der Schule

Fördern und Betreuen
  • durch Chancengleichheit und Unterstützung bei bestimmten individuellen Besonderheiten
  • Defizite:

– Remediale Förderung: Lernrückstände beseitigen

– Kompensatorische Förderung: Lernen und Verhalten muss ausgeglichen werden was eigentlich durch z.B. Elternhaus vorhanden sein müsste

– Präferentiell: z.B. hochbegabte Schüler

 

Kustodiales Handeln = Betreuen

 

1ster Schritt: Diagnostik

2ter Schritt: detaillierte Informationsphase

3ter Schritt: Förderkonferenz an deren Ende ein Förderplan steht

4ter Schritt Förderplan

5ter Schritt: kooperative Lernbegleitung

–> Schule als gesellschaftlicher Reperaturbetrieb

2.4. Aufgaben der Schule

Beraten
  • in der Schule = professionelle Beratung, keine Alltagsberatung, keine Expertenberatung
  • in der Form eines Dialog der zu einem Konsens führen sollte (konsensualer Dialog)
  • Schüler soll Hilfe zu Selbsthilfe bekommen
  • pädagogisch-psychologische Beratung
3.1. Schulentwicklung

 

Entwicklungsschritte

 

  1. Bestandsaufnahme
  2. Vision
  3. Leitbild der Schule
  4. Schulprogramm (Schulprofil, Killerphrasen)
  5. Umsetzung des Schulprogramms
  6. Evaluation
  7. Revision des Schulprogramms
3.2. Schulkultur
  1. Lehrkultur (=Arrangieren von lernumgebung)
  2. Lernkultur (Lernen als Konstruktion)
  3. Kultur respektvoller Beziehungen (=Interaktionskultur)
4.1. Schule als Lernort

 

Lernorte

  • Primäre Lernorte: Einrichtungen, die für gezielte, geplante Lehr-Lernprozesse für Schüler eingerichtet wurden (Schulen)
  • Sekundäre Lernorte: Orte, an denen Kinder Lernerfahrungen machen können, deren Hauptzweck aber nicht ist, für Schüler da zu sein (Museum, Zoo, Theater)
  • Temporäre Lernorte: Orte, die nur zeitweilig Lernorte sind (Kläranlage, Brauerei)

4.1. Schule als Lernort

Heutiger Lernbegriff
  1. Orientierung am Konstruktivistischem Verständnis von Lernen
  2. Rekonstruktion
  3. Dekonstruktion

4.1. Schule als Lernort

4 Ebenen erweiterten Lernens
  1. Inhaltlich-fachliches Lernen
  2. Methodisches Lernen
  3. Kommunikatives Lernen
  4. Soziales Lernen

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